Das neue Sommerrestaurant
Das neue Sommerrestaurant

Stararchitekt Peter Zumthor präsentierte im Auftrag des Klosters Einsiedeln 2006 ein Projekt für den Neubau des Ausflugsrestaurants auf der Ufenau. Die Standortgemeinde Freienbach und der Kanton Schwyz befürworteten das Projekt, bei den Heimat- und Landschftsschützern fiel es jedoch durch.
Ein Gutachten des Bundes erachtete den Bau zudem als nicht vereinbar mit den nationalen Schutzbestimmungen. Das Kloster Einsiedeln vermied lange juristische Auseinandersetzungen mit unsicherem Ausgang und rief eine Projektgruppe ins Leben, an der die entscheidenden Kräfte beteiligt waren.
Holzdach in Form eines Blattes
Resultat ist ein redimensioniertes Projekt, das am Donnerstag 10.09.2009 von Peter Zumthor und dem Kloster Einsiedeln präsentiert wurde. Das Volumen wurde um rund 30 Prozent verkleinert, der Neubau versetzt und damit stärker in das Ensemble bereits bestehender Bauten integriert. Hauptelement des Neubaus bleibt aber ein Holzdach in Form eines Blattes.
Das bestehende «Haus zu den zwei Raben» wird restauriert und soll sein barockes Erscheinungsbild zurückerhalten. Ebenfalls erneuert wird der landwirtschaftlich genutzte Stall. Die neue Gastwirtschaft soll mit den bestehenden Gebäuden einen «architektonischen Dreiklang» bilden.

Der Schweizer Heimatschutz steht mittlerweile voll hinter dem Projekt, wie er in einem Communiqué versichert. Das Projekt überzeuge durch seine Rücksichtnahme auf die bestehenden Bauten und die Landschaft. Es wirke durch das verkleinerte Volumen «bescheidener». Der Schweizer Heimatschutz schliesst daher eine Einspache aus. Bereits in der Sonntagszeitung kündigten andere Interessegruppen jedoch Widerstand an.
Wann mit dem Bau begonnen werden kann, ist laut Markus Ruoss, Mitglied der Projektgruppe, noch offen. Als nächstes folge die Baueingabe. Dann gelte es abzuwarten, ob nicht doch noch Einsprachen ergriffen werden. Das ursprüngliche Projekt wurde auf rund 6 Millionen Franken veranschlagt. Das neue sei sicher günstiger, Zahlen wollte Ruoss aber keine nennen.

(ep/sda)

Quelle: www.tagesanzeiger.ch

Kommentar von www.ufenau.ch:

Bravo, gelungenes Projekt! Es hat sich gelohnt nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen. Nachdem das erste Projekt in der Öffentlichkeit kaum Anklang fand, dürfte dieses redimensionierte Projekt doch sicherlich viele Freunde finden. Ganz zum Leidwesen des Vereins "Ufenau ohne Neubau" der gegen jegliche Neubau Aktivitäten auf der Insel ist. Aber auf der Insel muss etwas geschehen, will man doch auch in Zukunft Gäste bewirten können.
Dieses Projekt wird Zukunft und der Verein "Ufenau ohne Neubau" Geschichte werden, Punkt.